Nach dem Hagel: Wir liefern die Mulde, die Drohne übernimmt den Rest
Wenn der Himmel aufreisst und golfballgrosse Eiskörner vom Himmel fallen, hält kaum ein Dach in Winterthur ganz stand. Letzten Freitag zog ein Hagelsturm über die Region und hinterliess Spuren an Fassaden, Autos und Dächern. Besonders betroffen waren vielerorts Photovoltaik-Anlagen, deren Glasoberfläche dem Aufprall nicht immer gewachsen ist. Für die Eigentümer:innen bedeutet das zusätzlichen Aufwand – nicht nur der Ersatz der Module, sondern auch deren fachgerechte Entsorgung will organisiert sein. Was dabei konkret passiert und wieso auch beschädigte Module noch einen Grossteil ihres Materials zurück in den Kreislauf bringen, könnt ihr hier lesen.
Nach dem Hagel: Wir sorgen für die Entsorgung – der Rest Sache der PV-Profis
Letzten Freitag hat es in der Region Winterthur kräftig gehagelt. Zurück blieben Dellen im Blech, kaputte Dachziegel – und beschädigte Photovoltaik-Module auf so manchen Dächern. Für die betroffenen Hausbesitzer:innen ist das ärgerlich und oft mit einigem Aufwand verbunden.
Was viele nicht wissen: Wenn Solarmodule ersetzt werden müssen, braucht es dafür nicht nur die Installationsfirma, sondern auch eine saubere Entsorgungslogistik und Verwertung. Da kommen wir ins Spiel. Wir stellen die Mulden bereit, in die teilweise per Drohne die beschädigten Module direkt vom Dach transportiert werden. Dieselbe Drohne bringt dann die neuen Module wieder aufs Dach. Bei der Überbauung im Foto, waren es total drei Mulden voll mit PV-Modulen. Effizient, und optisch fast so spektakulär wie der Hagel selbst.
Was passiert mit den beschädigten Modulen?
Ein PV-Modul besteht zu 80–90 % aus Glas, der Rest verteilt sich vor allem auf Metalle wie Aluminium (Rahmen) und Kupfer sowie kleine Mengen Edelmetalle oder seltene Erden. Der eigentliche Halbleiter – das Herzstück des Moduls – macht oft nur rund 2 % des Gewichts aus.
Beim Recycling wird das Modul in seine Bestandteile zerlegt: Metallrahmen, Anschlusskabel und Anschlussdosen werden entfernt, der verbleibende Glas-Wafer-Kunststoffverbund wird geschreddert. Das Glas geht wird z.B. zu Glaswolle verarbeitet, der Kunststoffanteil wird energetisch verwertet. Metalle wie Kupfer und Silber werden separat dem Metallrecycling zugeführt.
Wichtig für die Betroffenen: Intakte Module sind unbedenklich. Erst wenn ein Modul beschädigt ist, können enthaltene Stoffe wie Blei aus alten Lötverbindungen theoretisch austreten – ein Grund mehr, beschädigte Module rasch und fachgerecht zu entsorgen, statt sie ungeschützt liegen zu lassen.
Die Rolle von Maag Recycling
Als zertifizierte Sammelstelle SENS eRecycling übernehmen wir die Annahme und den Abholservice für ausgediente respektive beschädigte Photovoltaik-Module. So stellen wir sicher, dass die Module korrekt transportiert werden – eine Voraussetzung dafür, dass am Ende möglichst viel davon wieder in den Rohstoffkreislauf zurückfindet.
Betroffen? Die Installationsfirma organisiert den Ersatz, wir die fachgerechte Entsorgung der alten Module.
Vielen Dank der Energiewendegenossenschaft Region Winterthur für das Bildmaterial!