Stadt und Maag spannen zusammen für neuen Recy-Hof
Die Stadt Winterthur und Maag Recycling gehen gemeinsam einen wichtigen Schritt: Ein neuer Recycling-Hof entsteht an der Kronaustrasse. Für uns ist das kein Abschied, sondern eine Chance, das Maag-Areal fit für die Zukunft zu machen und unserer eigentlichen Stärke noch mehr Raum zu geben: der professionellen Verarbeitung von Wertstoffen.
Die Medienmitteilung vom 28. Mai 2026 hat es offiziell gemacht: Ab 2028 soll die Anlieferung und Vorsortierung von Recycling-Gut für Privathaushalte auf einem neuen städtischen Grundstück an der Kronaustrasse stattfinden – rund 500 Meter vom heutigen Maag-Areal entfernt, in direkter Nachbarschaft zur Kehrichtverwertungsanlage. Bauherrin und Betreiberin wird die Stadt Winterthur sein. Die Verwertung bleibt in unseren Händen.
Was sich ändert - und was bleibt
Viele Winterthurerinnen und Winterthurer kennen uns vor allem durch den Recy-Hof: der kurze Schwatz beim Abladen, das gute Gefühl nach dem Entsorgen. Das ist uns wichtig, und es wird auch so bleiben – einfach an einem neuen Ort. Bis der neue Recycling-Hof öffnet, empfangen wir wie gewohnt alle, die nach dem Frühlingsputz, dem Umzug oder der Hausräumung Liebgewonnenes und Überzähliges zurück in den Kreislauf geben möchten.
Was sich ändert: Das Maag-Areal wird in Zukunft primär für gewerbliche Kundschaft zugänglich sein. Und das gibt uns die Möglichkeit, unser Kerngeschäft noch besser zu entfalten.
Was hinter unseren Toren passiert – und warum das der eigentliche Kern ist
Für viele endet bedeutet Recycling das Abgeben der alten Glasflaschen, verbeulten Alu-Pfannen und gelesenen Zeitungen an der Sammelstelle. Für uns fängt es dort erst richtig an.
Auf unserem Areal wird sortiert, zerlegt, geschnitten, gepresst und separiert. Schrott wird mit der Schere zerkleinert und sorgfältig nachsortiert. Papier und Karton werden zu kompakten Ballen gepresst. Nichteisenmetalle werden in modernen Anlagen getrennt und aufbereitet. Und am Ende dieses Prozesses steht ein Rohstoff, der «pfannenfertig» ist – also direkt in Stahlwerken, Glashütten, Papierfabriken oder Metallhütten wieder eingesetzt werden kann.
Aus einem alten Velo kann so ein neuer Stahlträger entstehen. Aus Altglas werden neue Flaschen. Aus Karton wieder Verpackungsmaterial.
Das ist Kreislaufwirtschaft. Ganz konkret.
Ein entscheidender Teil davon ist die Logistik: Wir liefern aufbereitete Rohstoffe wo immer machbar direkt an unsere Abnehmer – ohne unnötige Zwischenstationen. Und wir nutzen konsequent unseren Bahnanschluss, wo dies möglich ist. Das ist kein Zufall, sondern Teil unseres Geschäftsmodells. Weniger LKWs auf den Strassen, weniger Emissionen, mehr Effizienz. Wer Kreislaufwirtschaft ernst nimmt, denkt Logistik mit.
Areal-Neugestaltung: Mehr Raum für das, was wir am besten können
Der neue Standort für den Recy-Hof und die dahinterstehende Zusammenarbeit, die gemeinsam durch die Stadt Winterthur und Maag Recycling entwickelt wurde, folgt einer klaren Logik: Verkehr besser verteilen, Flächen intelligenter nutzen. Für uns bedeutet das: Das Maag-Areal kann konsequenter auf Umschlag, Sortierung, Aufbereitung und Verarbeitung ausgerichtet werden.
Das ist keine Verkleinerung unserer Rolle – im Gegenteil. Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Bevölkerung, Gewerbe, öffentlicher Hand und der verarbeitenden Industrie. Dieses Verständnis bleibt. Es bekommt jetzt den zur Weiterentwicklung notwendigen Raum.
Unser Anspruch: langfristig denken, verantwortungsbewusst handeln
Die Geschäftsführerin Judith Maag bringt es auf den Punkt: «Diese Lösung ermöglicht uns, unser Firmenareal neu zu organisieren und fit für die Zukunft zu machen. Wir fühlen uns wohl in Winterthur und wollen auch langfristig hier einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.»
Das entspricht dem, woran wir uns orientieren: Entscheidungen treffen wir im Sinne der Nachhaltigkeit – basierend auf den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Investitionen tätigen wir langfristig. Wir reagieren aber auch dynamisch, wenn sich die Bedingungen verändern.
Die bestehenden Arbeitsplätze in der Anlieferung bleiben erhalten. Für uns ist das selbstverständlich, denn unsere Verantwortung beinhaltet nicht nur Wertstoffe, sondern auch unsere Mitmenschen.
Wie geht es jetzt weiter?
Der traditionelle Recy-Hof im Maag-Areal bleibt bis zur Eröffnung des neuen Standorts regulär geöffnet – an sechs Tagen in der Woche, für alle, die Wertstoffe abgeben möchten. Vorerst ändert sich gar nichts.
Wir freuen uns auf das, was kommt – und empfangen euch bis dahin wie immer.